Covid-19: Daheim bleiben. Und was nun?

Konsumklima im freien Fall


Die Covid-19 Pandemie begleitet uns nun schon seit 5 Monaten, und der Virus macht auch keine Anstalten das in naher Zukunft zu ändern. Immer mehr Unternehmen spüren die Auswirkungen des Virus und der verhängten Ausgangssperre. Durch die Krise und die damit verbundene Angst vor einem Jobverlust sinkt die Kaufbereitschaft der Bevölkerung stark. Der GfK-Konsumklimaindex erreichte im April sein Rekordtief und befindet sich weiterhin im „freien Fall“ laut GfK-Experte Rolf Bürkl. Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um die Corona-Krise zu überstehen. Darauf möchten wir Ihnen ein paar Antworten geben.

Alles mit der Ruhe

Gleich zu Beginn: Bewahren sie Ruhe. Den größten Fehler, den Sie machen können, ist den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten bis der Sturm vorüber ist.

Liquide Mittel auftreiben

Das wichtigste zu dieser Zeit ist Geld. Machen sie zuerst einen Kassensturz. Welche Rechnung stehen noch aus? Haben sie Forderungen offen? Wie hoch sind ihre eigenen Mittel wirklich? Erst nach einer umfassenden Bestandsaufnahme können Sie abschätzen, wie viele eigenen Mittel Ihnen im Moment zur Verfügung stehen, und wie viel Sie noch anschaffen müssen. Werfen Sie einen Blick auf Ihre Verträge - Arbeitsverträge, Mietverträge, Lieferverträge, et cetera. Achten Sie darauf wo Sie Ihre Ausgaben reduzieren können und wollen. Verfolgen Sie den aktuellen Stand der politischen Maßnahmen und recherchieren Sie welche staatliche Hilfe Sie beantragen können. Hier ist die Möglichkeit der Kurzarbeit zu nennen auf die später noch eingegangen wird. 

Strategie aufstellen

Jetzt wo sie Ihren Ist-Zustand genau erfasst haben, können Sie die Szenariotechnik anwenden, um Ihre Zukünftige Geschäftsstrategie aufzustellen. Erarbeiten Sie einen Finanzplan mit einem Horizont bis Jahresende. Entwerfen Sie drei Szenarien: die optimistische Unternehmervariante, die ängstliche Berater Variante, und die Variante dazwischen. Gehen Sie davon aus, dass sich Ihre Einzahlungen aus Umsätzen in den kommenden Wochen um ca. 85 bis 100 Prozent reduzieren. Treffen Sie die Annahme, dass der „Shutdown“ vier / sechs / acht Wochen andauert. Prognostizieren Sie die Geschäftsentwicklung nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen. Gehen Sie davon aus, dass einerseits Nachholeffekte spürbar sein werden, aber berücksichtigen Sie auch dass einige Kunden ihre Bestellungen stornieren werden. Ermitteln Sie auf diesem Weg den Finanzbedarf bis zum Jahresende. 

Kurzarbeit. Aber wie?


Nun können Sie sich daran machen, zu recherchieren welche finanziellen Möglichkeiten Ihrem Unternehmen offenstehen, um die Krise zu überstehen. Sie können zum Beispiel Kurzarbeit beantragen. Dafür gibt es aber gewisse Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen:

  1. Ein erheblicher Arbeitsausfall aufgrund eins unabwendbaren Ereignisses -> In den meisten Fällen stellt die Corona-Krise solch ein Ereignis dar.
  2. Dieser Arbeitsausfall muss vorrübergehend sein. -> Trifft im Rahmen der Pandemie auch zu.
  3. Die Kurzarbeit darf nicht vermeidbar sein. -> Ihre Mitarbeiter müssen vorher jegliche Überstunden und Urlaubstage abgebaut haben.
  4. Im jeweiligen Kalendermonat muss min. 10 % des monatlichen Bruttolohns entfallen.

Um einen Antrag zu stellen besuchen Sie die Homepage der Agentur für Arbeit, wo Sie das Formular finden werden.